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QuerGeKocht
Wir träumen
von einem Land,
in dem es leichter ist,
gut zu sein und gut zu leben!


Die Querköpfe lesen für Frieden und soziale Gerechtigkeit und zu anderen Themen
"Reicher Mann und armer Mann standen da und sahen sich an; und der Arme sagte bleich: Wär' ich nicht arm, wärst du nicht reich." Als wäre Bertolt Brecht Zeitzeuge des 21. Jahrhunderts, so sehr trifft er den Nagel auf den Kopf. Auch andere bekannte Autoren äußerten sich schon früh zu Themen, die den "Querköpfen", einer fünfköpfigen Dortmunder Lyrik-Gruppe, unter den Nägeln brennen.
Seit mehr als fünf Jahren lesen die Pädagogin Gisela Tripp, der Pädagoge Jonny Bruhn-Tripp, der Historiker und Journalist Uwe Bitzel sowie der Theologe und Journalist Ralf Porps und der Ingenieur Thomas Nueckel Texte auch zu anderen Themen wie beispielsweise Armut, Arbeitslosigkeit, Krieg und Frieden, der Holocaust, die Bücherverbrennung, Alter, Selbstmord, Liebe und Erotik und häusliche Gewalt. Die Stadtplanerin und Musikerin Wiebke Claussen begleitet die Lesungen musikalisch.
Eigene Gedichte, bissige Kommentare, historische Sachtexte und aktuelle Zeitungsmeldungen runden die ein- bis zweistündige Präsentation zu verschiedenen Themen ab. Beiträge von Kurt Tucholsky, Bertold Brecht, Heinrich Heine, Hermann Hesse und Erich Kästner gehören ebenso zu den Lesungen wie Texte von Wilhelm Busch, politische Äußerungen und Abzählreime von Christine Nöstlinger (querkoepfe.theatermetropol.de/modules/info/index).
"Warum kämpfen wir nicht einfach mit den Worten anderer gegen Krieg und soziale Ungerechtigkeit", sagten sich die fünf, sammelten Texte, stellten Programme zu verschiedenen Themen zusammen und lassen sich gern zu Lyrik-Abenden einladen. "Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren", schrieb Brecht. Entgegengesetzt zur weithin herrschenden Politik sind die Vorträge der Querköpfe als Kampf für Frieden und soziale Gerechtigkeit zu verstehen.

Es gibt folgende Textprogramme:
Krieg und Frieden,
Armut und Arbeitslosigkeit erzählt mit Lyrik und bissigen Kommentaren,
der Holocaust,
die Bücherverbrennung,
Das Alter erzählt in Gedichten und anderen Texten,
Sterben und Tod Ars moriendi,
Literaturabend über die Selbsttötung,
Liebe und Erotik,
Bist Du nicht willig, brauch ich Gewalt... - Texte zur häuslichen Gewalt.

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Einsteins Geist stand in Flammen
Dortmund, 22.10.2008
Westfälische Rundschau


Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen - das war das Fazit der "Querköpfe" im Literatur-Café in Huckarde und Kirchlinde-Rahm.


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Die Zeitung vom Mai 1933 dokumentiert es in Nazi-Deutsch: Auch in Dortmund brannten die Bücher. (Repro: Alex Völkel)
Kerzenlicht, herbstliche Tischdekoration sowie Snacks und Freigetränke luden rund 20 interessierte Zuhörer zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 zur Vorlesung ein. Trotz dieses schwierigen Themas konnten Uwe Bitzel (Journalist), Jonny Bruhn-Tripp (Pädagoge), Thomas Nueckel (Schauspieler) und Gisela Tripp (Pädagogin) das Publikum fesseln und zum Nachdenken anregen, denn sogar in Dortmund wurden damals Bücher von Albert Einstein, Heinrich Heine, Karl Marx und Ernest Hemingway verbrannt.
Auch wenn einige dieser kritischen Literaturstücke von Berthold Brecht, Kurt Tucholsky oder Klabund zu diesem ernsten Thema schwer zu verstehen waren, konnten die Zuhörer die Emotionen spüren, was man in ihren Gesichtern erkennen konnte.
Zwischen den einzelnen Abschnitten des ca. einstündigen Vortrages wurde die Stimmung durch die Musikerin Wiebke Claussen gelockert, die Stücke wie "Petite Fleur" und "Manha da Carneval" auf dem Akkordeon vorspielte.
Zur Idee für die Gruppe kamen die selbst ernannten "Querköpfe" nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und dem folgenden Krieg zwischen den USA und dem Irak. Die nächste Veranstaltung findet im Dezember statt.


 

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